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„Ein wahrer Glücksfall für das Miteinander der Kirchen“ Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm mit dem Ökumenischen Preis ausgezeichnet

München, 18. Dezember 2017. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, und der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heinrich Bedford-Strohm, sind mit dem Ökumenischen Preis der Katholischen Akademie Bayern ausgezeichnet worden. Marx und Bedford-Strohm erhielten den Preis bei einem Festakt am Montag, 18. Dezember, vor 400 geladenen Gästen im Vortragssaal der Akademie im Münchner Stadtteil Schwabing. Die Katholische Akademie würdigte damit zum Ende des Reformationsgedenkjahres das „leidenschaftliche Bemühen“ der beiden höchsten Repräsentanten der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland und ihr „außerordentliches Engagement“ um die Ökumene.
Intendant Ulrich Wilhelm, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Kardinal Reinhard Marx und Akademiedirektor Dr. Florian Schuller (v.l.n.r.). Foto: Robert Kiderle

Ob ökumenische Imperative gelebt würden, hinge vor allem von den handelnden Personen ab, so der Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, in seiner Laudatio. „Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Reinhard Kardinal Marx sind – ich vermag es nicht anders zu sagen – ein wahrer Glücksfall für das Miteinander der Kirchen“, so Wilhelm.
Politik und Gesellschaft könnten von den Kirchen und den ökumenischen Protagonisten lernen, das Gespräch über altbekannte Grenzen hinweg zu suchen. „Dieses Gespräch nimmt nichts von der eigenen Identität, aber es hilft uns, aus der eigenen Filterblase herauszukommen. Wir brauchen den Dialog über gesellschaftliche Grenzen hinweg, auch über die verschiedenen Teil-Öffentlichkeiten hinweg, die sich gerade in der digitalen Welt gebildet haben“.
Kardinal Marx sagte, er empfinde „tiefe Freude“ über das zu Ende gegangene Reformationsgedenkjahr. „Immer mehr Menschen sagen, die beiden Konfessionen bekommt ihr nicht mehr auseinander. Wir sind Christen in einer pluralen Gesellschaft.“ Das Ökumenische sei stärker geworden in diesem Jahr, „es hat mir Kraft und Rückenwind gegeben“. Durch das noch bessere Kennenlernen sei auch der Wunsch nach einem gemeinsamen Abendmahl stärker geworden, das hätten beide Seiten gerade bei einer zusammen unternommenen Reise ins Heilige Land und den dort gefeierten Gottesdiensten verspürt. „Je näher man sich kennt, umso größer wird der Schmerz. Beide Seiten sollten versuchen, Wege zu finden, dass es nicht so bleibt.“
Landesbischof Bedford-Strohm betonte, die „Sehnsucht, dass wir unsere Gemeinschaft auch am Tisch des Herrn leben können, hat sich in unsere Seelen eingepflanzt“. Der Ökumenepreis sei Rückenwind und „eine riesengroße Bestätigung für viele Menschen in den Gemeinden, die sich seit Jahren für die Ökumene einsetzen – oft auch gegen Widerstände.“ Die ökumenischen Fortschritte könnten auch ein hoffnungsvolles Zeichen sein für die von Konflikten zerrissene Welt. Das gemeinsam Erreichte zeige, dass jahrhundertelange Konflikte überwunden werden könnten, „dass es uns gut geht damit, dass wir nichts verlieren, dass Ökumene auch Freude macht“.