Evangelisch-Lutherischer Dekanatsbezirk Rosenheim

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Sich auf Abenteuer einlassen...

Wie es im Partnerschaftskalender so schön steht: Partnerschaft bedeutet, sich auf Abenteuer einlassen. Ein wenig abenteuerlich fühlten sich für die Gäste die Temperaturen am ersten Tag in Bad Endorf an. (14 Grad und Regen). Ausgestattet mit Leggins und dicken Socken trotzten auch die Damen dennoch tapfer dem Früh-Herbst und machten sich auf Entdeckungsreise.

Besonders herzlich war der Empfang im BRK-Kleiderladen durch Chris Wunder. Der Chef persönlich erläuterte den Gästen das Konzept des Ladens: Kleiderspenden werden angenommen, vorsortiert, und was gute Qualität bietet, kommt in den Laden. Schlechteres wird recyclet. Besonders wichtig: die Kleidung bleibt in der Region und wird an Bedürftigte ausgegeben, anstatt in Afrika die dortige Textilindustrie zu gefährden. Man spürte bei jedem Wort, wie viel Begeisterung und Herzblut in diesem Projekt steckt. Am Nachmittag bestand für die Delegation dann noch Gelegenheit, zu echten Freundschaftspreisen einzukaufen.

Auch die Ehrenamtlichen der Endorfer Tafel empfingen die Besucher aus Tansania herzlich und erklärten ihnen ihre Tätigkeit. Manche sind bereits seit zehn Jahren dabei und kennen inzwischen jeden Kunden persönlich. Zwischen den Zeilen konnte man spüren, dass hier viel mehr geleistet wird als nur eine günstige Essensausgabe: menschliche Zuwendung und der ein oder andere Witz gehören fest zu einem Einkauf dazu. Pfarrer Nelson fasste es mit einem (deutschen) Wort treffend zusammen: super!

Am Nachmittag wurde es noch einmal abenteuerlich im Strom-Museum. Mit leichtem Herzklopfen und Blick auf meine beiden Kinder öffnete sich zum ersten Mal für mich die Tür mit dem bekannten Blitz darauf und der Aufschrift: “Achtung, Hochspannung, Lebensgefahr!” Mit einem leicht schelmischen Grinsen legte unser Museumsführer, Herr Ban, einen Schalter um, und rumms! Nach einem allgemeinen Zusammenzucken und der für mich beruhigenden Erkenntnis, dass die Kinder draußen auf der Wiese toben, war alles überstanden. Ansonsten konnten wir elektrische Geräte aus der Geschichte der Elektrifizierung anfassen und bestaunen — manche davon sind in Tansania nach wir vor im Einsatz — sowie der Turbine bei der Arbeit zusehen. Alle Beteiligten waren begeistert, so sehr, dass der Museumsführer auch noch mit zur Eisdiele kam.

EH