Evangelisch-Lutherischer Dekanatsbezirk Rosenheim

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Uwe Hofmann

Pfarrer

„Strafe ist immer ein Handeln von Sündern an Sündern,
nicht von Gerechten an Ungerechten.“*

Im Gefängnis geht es um Strafe. Der Staat will damit gebrochenes Recht ausgleichen.
Helmut Gollwitzer (1908-1993)* hat den kirchlichen Blickwinkel auf den Umgang mit Gefangenen auf den Punkt gebracht. Natürlich gilt vor allem das biblische Wort.

Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene (Hebr. 13,3)

Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen. (Mt 25,36)
In der JVA Bernau betreuen ein evangelischer und ein katholischer Pfarrer als Angestellte der Anstalt ca. 800 Gefangene während ihrer Haft. Die Arbeit der Gefängnisseelsorge steht unter dem Leitbild der Versöhnung mit dem Ziel, Konflikte zu überwinden und einen Neuanfang zu ermöglichen.

Aufgaben und Ziele

Die Gefängnisseelsorge wirkt neben ihrem kirchlichen Auftrag auch am Vollzugziel mit:
die Resozialisierung der Gefangenen.
Neben Einzelgesprächen und Gottesdiensten werden thematische Gruppenstunden sowie Freizeitangebote und regelmäßige Projekte verschiedenster Art durchgeführt.
Die Seelsorge ist auch Ansprechpartner für Angehörige, die sich in ihrer Not oft aus Scham nicht an ihre Kirchengemeinde wenden möchten.

Angebote für die Kirchengemeinden

Es besteht die Möglichkeit, über die Arbeit der Gefängnisseelsorge zu berichten und damit einen „kleinen Einblick“ in die völlig andere Welt eines Gefängnisses zu erhalten. Gefangene werden auf ihre Entlassung vorbereitet. Wer aber bereitet die Gesellschaft auf entlassene Gefangene vor? Hier kann Kirche einen Schritt vorangehen.

Justizvollzugsanstalt Bernau
Evang. Gefängnisseelsorge
Pfarrer Uwe Hofmann
Baumannstr. 81
83233 Bernau
Tel.: 08051-802124
Mail: uwe.hofmann@jva-bern.bayern.de

publ. am 4. Mai 2015
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