Evangelisch-Lutherischer Dekanatsbezirk Rosenheim

Dekanatssynode zu Gast in Bad Aibling

Foto v.l.n.r. : Synodenpräsident Peter Selensky, Dekanin Hanna Wirth, Pfarrer Georg Neumaier, Synodenpräsident Martin Busch, Landrat Wolfgang Berthaler, Bürgermeister Felix Schwaller

Das evangelische Leben und die Finanzen des Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Rosenheim waren am Samstag, den 21.März 2015 die Schwerpunktthemen der Dekanatssynode in Bad Aibling.

Der Rosenheimer Landrat Wolfgang Berthaler und der Bad Aiblinger Bürgermeister Felix Schwaller begrüßten die 47 gewählten und berufenen Synodalen aus dem Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Rosenheim. Diese trafen sich turnusgemäß im neuen Gemeindehaus der Christuskirche in Bad Aibling.

Das Schwerpunktthema der beiden Politikergrußworte war die aktuelle Asylsituation. Landrat Berthaler betonte die gesellschaftliche Verantwortung für diese Aufgabe und lobte die sehr gute Zusammenarbeit mit den Evang.-Luth. Kirchengemeinden und der Diakonie im Landkreis. Bürgermeister Schwaller zeigte sich seinerseits sehr erleichtert, dass in Bad Aibling die Aufstellung von Containern zur Unterbringung von Asylsuchenden auf dem B&O Parkgelände in Mietraching erfolgen wird, weil dies gleichzeitig auch ein großer Standort der Diakonie Rosenheim ist, die für die Betreuung vor Ort bereit steht.

Sowohl Landrat Berthaler als auch Bürgermeister Schwaller forderten die Synodalen auf, über die Kirchengemeinden mitzuhelfen, damit der soziale Frieden in der Region gewahrt bleibt. Ängste der Bevölkerung müssen ernstgenommen und am besten durch Begegnung aufgelöst werden.

Das gute Miteinander in der Ökumene, nicht nur beim Thema Asyl, brachte Pfarrer Georg Neumaier in seinem Grußwort zum Ausdruck. Er betonte besonders, dass es in unserer Gesellschaft keinen Platz für Fundamentalismus geben kann und bezog dieses ausdrücklich auf alle Religionen.

Der Bericht von Dekanin Hanna Wirth beschäftigte sich in diesem Jahr schwerpunktmäßig mit den Menschen, die sich beruflich und ehrenamtlich für und in der Kirche engagieren. Dekanin Wirth präsentierte einen bunten Strauß an Aufgabenbereichen, in denen Mitarbeitende in und für die Kirche aktiv sind und somit auch vielfältige gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

Dekanin Wirth nahm dabei Bezug auf die Jahreslosung aus dem Römerbrief (15,7) „Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob“ und leitete daraus auch ab, dass die Kirchenmitglieder viel stärker für den christlichen Glauben einstehen und diesen auch im täglichen Leben, in der Familie, in Diskussionen und im beruflichen Alltag präsent machen sollen.

„Kirche wird sich in Zukunft sehr viel stärker auf zwei Veränderungen einstellen müssen“, sagte Dekanin Wirth und führte zur Erläuterung aus, das Kirche zukünftig stärker dort hingehen muss, wo die Menschen sind, und sie muss neue sprachliche Antworten auf die Fragen des Lebens geben.

Die Dekanatssynode als oberstes demokratisches Gremium im Dekanatsbezirk Rosenheim hat sich bei dieser Synode dann auch noch schwerpunktmäßig mit den Finanzen des Dekanatsbezirk und der Mittelverwendung beschäftigt. Die Aussprache über die Berichte der einzelnen Arbeitsbereiche zeigte zudem, in welch breitem Spektrum kirchliches Engagement im Dekanatsbezirk stattfindet. Für all dieses Engagement steht im Dekanatsbezirk Rosenheim im Jahr 2015 ein Haushalt in Höhe von rund 1,3 Mio. Euro zur Verfügung. Rund 2/3 dieses Geldes fließt in die Verwaltung des Dekanats, um die Kirchengemeinden bei ihrer Arbeit vor Ort mit Dienstleistungen zu entlasten und zu unterstützen. Das verbleibende Drittel wird für gemeindeübergreifende kirchliche Arbeit eingesetzt.

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publ. am 24. März 2015