Evangelisch-Lutherischer Dekanatsbezirk Rosenheim

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In der Diözese

Wenn man nach zwei Wochen ländlichem Tansania nach Njombe kommt, kommt man in eine andere Welt. Plötzlich herrscht auf den Straßen buntes Treiben. Unzählige Menschen sind unterwegs, balancieren auf ihren Köpfen die verschiedensten Lasten: Softdrinks, Ananas, Mangos, Tomaten und Zwiebeln werden so transportiert oder zum Kauf angeboten. An kleinen Ständen kann man gegrillte Maiskolben oder in Fett ausgebackene Köstlichkeiten erstehen. Laden reiht sich an Laden, kleine Ducas die den täglichen Bedarf verkaufen oder größere Geschäfte: Fahrräder, Betten, Mattratzen, Motorräder werden angeboten, dazwischen immer wieder Stände mit Früchten oder Gemüse. Von Lupembe kommend fährt man an der links liegenden Moschee vorbei. Etwas weiter den Hügel hoch liegen rechts die Gebäude der Southern Diocese: Eine große Kirche in der sonntäglich zwei Gottesdienste mit vielen hundert Besuchern stattfinden, rechts daneben ein großes rotes Verwaltungsgebäude. Wir werden von Bischof Isava Mengele empfangen, der uns einen kurzen Überblick über die Geschichte und Struktur seiner Diözese gibt. Später, beim Lunch, kommen wir mit Dr. George Fihavango ins Gespräch. Er hat in Neuendettelsau studiert und spricht fließend Deutsch. Er bestätigt den Eindruck unserer Reise durchs Dekanat Lupembe.: Kirchliches Leben in Tansania hat eine stark soziale Komponente. Wer Mitglied einer Gemeinde ist ist zugleich eingebunden in ein Gemeinwesen, in dem man sich gegenseitig unterstützt. Typisch also, was wir in Ikondo erlebt haben: Wird ein Gemeindeglied beerdigt, gibt jeder aus der Gemeinde einen kleinen Beitrag zur Finanzierung der Beerdigung. Das Geld wird den Trauernden übergeben, mit einer Liste der Spender und der Beträge.
Wir sprechen ihn auf die vielfältig neu entstehenden Diözesen an: Ob das wohl etwas mit Stammeszugehörigkeiten zu haben könne? Das, so sagt er, sei das größte Problem, the biggest pro blem. Darüber hat er promoviert und er betrachtet mit Sorge, dass sich seine Kirche anhand der Stammesgrenzen organisiert. Mitglieder anderer Stämme haben es dann schwer, in die Gemeinschaft hinein zu kommen. Hier ist nicht Jude noch Grieche, sagt die Schrift, die Wirklichkeit sieht etwas anders aus. Ob wir das auch kennen? Als Evangelische Hinzugekommene im bayerischen Kernland?
Herzliche Grüße von uns allen, Euer Thomas Löffler