Evangelisch-Lutherischer Dekanatsbezirk Rosenheim

Wie ein Fruehstueck gemacht wird

Ab morgen werden wir die Gemeinden des Dekanats besuchen. Heute aber haben unsere Gastgeber einen Erholungstag eingeplant – auch weil sie selber dringende Arbeit auf ihren Feldern zu erledigen haben. Vom kirchlichen Gehalt alleine kann hier keiner leben.
Ich nutze die Gelegenheit, um Euch von unserem Fruehstueck zu erzählen: Eine Kanne mit warmem Wasser zum Haendewaschen, einer Kanne mit Wasser fuer Tee oder Kaffee, warmer Milch, einigen harten Eiern, frischem Brot, Honig. Was aber muss geschehen, damit all diese Köstlichkeiten um 8.00 Uhr auf dem Tisch stehen:
Am Nachmittag des Vortages schaffen Upendo und Chengula die beiden Frauen sind fuer die Kueche zuständig Holz fuer die drei Feuerstellen in und um die Kochhuette herbei. Spät am Abend vermengen sie Mehl, Hefe und Wasser zu einem Teig. Der kommt in einen großen flachen Topf. Dieser wird in die Glut gestellt, auf den Deckel kommt wieder Glut (klassische Ober- und Unterhitze). Nach etwa eineinhalb, zwei Stunden ist das Brot fertig. Schon gegen halb sechs stehen die Beiden wieder auf, schueren das Feuer an und machen Wasser warm fuer die Waschschuesseln. Dann wird Wasser erhitzt zum Haendewaschen und Wasser fuer Tee oder Kaffee. Die Eier werden gekocht und dann der Tisch gedeckt. Wenn wir gemeinsam mit unseren Gastgebern im Gebet fuer das Fruehstueck danken nehmen wir in diesen Dank auch Upendo und Chengula auf.
Diese fangen schon gegen zehn Uhr an, das Mittagessen vorzubereiten. Falls das Bild hochgeladen werden kann erhascht ihr einen Blick in die Kochhuette.
Euer Thomas Löffler

publ. am 24. Oktober 2014