Evangelisch-Lutherischer Dekanatsbezirk Rosenheim

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"Lernen ein leben lang"

Pfr. Klaus Buhl, Direktor RPZ Heisbron

Dekanatssynode in Aschau

Peter Selensky, Dekanin Hanna Wirth, stellv. Dekan Andreas Fuchs, Martin Busch und Diakon Wilfried Dietsch

Am Samstag den 18. Oktober traf sich die Synode des Evang.-Luth. Dekanatsbezirks in der Aschauer Friedenskirche um über das Thema „Lernen ein Leben lang“ zu diskutieren. In dem von Pfarrerin Betina Heckner geleiteten Eröffnungsgottesdienst wurden auch zwei neue Mitarbeiterinnen mit einem Segen von Dekanin Hanna Wirth in den kirchlichen Dienst eingeführt.

Am Samstag den 18. Oktober traf sich die Synode des Evang.-Luth. Dekanatsbezirks in der Aschauer Friedenskirche, um über das Thema „Lernen ein Leben lang“ zu beraten.
In dem von Pfarrerin Betina Heckner geleiteten Eröffnungsgottesdienst wurden auch zwei neue Mitarbeiterinnen mit einem Segen von Dekanin Hanna Wirth in den kirchlichen Dienst eingeführt.
Begrüßt wurde die Synode von der stellvertretenden Landrätin Marianne Loferer und dem Aschauer Bürgermeister Peter Solnar als politischen Vertretern und von Gemeindereferentin Regina Mayer als Vertreterin der katholischen Kirche in Aschau. Alle drei zeigten sich beeindruckt, dass sich eine kirchliche Synode mit dem Thema „Lernen ein Leben lang“ beschäftigt.

Synodalpräsident Martin Busch erläuterte, dass die Einrichtungen der evangelischen Kirche vielfältig in der Bildungsverantwortung stehen:

  • von den Kindergärten und Kindertagesstätten über
  • den Religionsunterricht in den Schulen,
  • die Konfirmanden – und Jugendarbeit in den Kirchengemeinden
  • als auch im Evangelischen Jugendwerk und
  • der Jugendhilfe Oberbayern (Diakonie Rosenheim)
  • in der Hochschulseelsorge oder
  • dem Evangelischen Bildungswerk.

Evangelische Bildung begleitet den Menschen so „ein Leben lang“ von der frühkindlichen Bildung bis zur Erwachsenenbildung für Senioren.

Um sich auf den neusten Stand der Bildungsdebatte aus evangelischer bringen zu lassen, hat die Synode den Direktor des Religionspädagogischen Zentrums Heilsbronn, Pfarrer Klaus Buhl, eingeladen, der seinen Einführungsvortrag unter das Thema „Bildung aus evangelischer Perspektive“ gestellt hat.
In drei Themenblöcke zeigte er den Synodalen, wie sehr die drei Bereiche „Leben, Lernen und Glauben“ von persönlichen, gesellschaftlichen und religiösen Faktoren geprägt wird. Im ersten Schritt stand die globale Leistungsgesellschaft im Vordergrund der Betrachtung. Der Spannungsbogen zog sich von der Leistungsgesellschaft über die unverrechenbare Würde des Menschen hin zur Glaubens- und Wertebildung. Im zweiten Block wurde der Bereich „individuelle Religion“ thematisiert. Hier standen Schlagwörter wie biografische Entstrukturierung, Subjektorientierung und religiöse Privatisierung im Blickpunkt der Betrachtung. Den dritten wesentlichen Einflussfaktor sieht Buhl im „religiös-weltanschaulichen Pluralismus“. Die Stärkung der konfessionellen Identität, das ökumenische Selbstverständnis und die von der sozialen Herkunft unabhängigen Bildungschancen sind nur einige Schlagwörter aus diesem Bereich.

Nachdem Vortrag wurde den Synodalen von Verantwortlichen aus evangelischen Bildungseinrichtungen ein kurze Beschreibung der Situation des Bildungsbereiches in der Region gegeben.

Nach intensiver Diskussion in kleinen Gruppen und im Plenum war sich die Synode über die Hauptaufgabe von Bildung im Sinne des Evangeliums einig. Die Stärkung des Menschen für ein werteorientiertes und selbstverantwortliches Leben muss im Vordergrund stehen.

Die Synode hat nun eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die mögliche Arbeitsschritte für werteorientierte Bildungsarbeit in allen Bildungseinrichtungern erörtern und Vorschläge erarbeiten soll. Dabei stehen zwei Handlungsstränge im Vordergrund. Als erstes ist dies die Stärkung von Eltern und Erziehungs- bzw. Lehrkräfte als Handelnde im Bildungssystem. Hier sollen die Anforderungen an Information, Weiterbildung und Seelsorge benannt werden. Der zweite Bereich soll sich mit Anforderungen des Lernens, Lebens und Glaubens beschäftigen, der sich durch die steigende ganztägige Betreuung der Kinder und Jugendlichen ergeben wird.